Gitterschnitt Schablone für die professionelle Putzprüfung
Die Gitterschnitt Schablone ist ein spezialisiertes Prüfwerkzeug zur Beurteilung der Haftfähigkeit und Tragfähigkeit von Putz- und Spachtelflächen. Dieses Verfahren hat sich seit Jahren bei der Beurteilung von Altputzen bewährt und gewinnt auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung, um Schäden bei der Planung von Neubeschichtungen und Anstrichsystemen sicher zu vermeiden.
Produkteigenschaften & Highlights:
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Einsatzgebiet: Ideal für die Sanierung von Altfassaden sowie zur Vorbereitung von Maler- und Putzarbeiten.
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Funktion: Ermöglicht die Durchführung eines normgerechten Gitterschnitts zur Bestimmung der Verbundfestigkeit des Untergrunds.
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Qualitätssicherung: Hilft Sachverständigen und Fachhandwerkern dabei, die Eignung eines Untergrunds für Folgebeschichtungen objektiv zu bewerten.
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Optionale Ausstattung: Die Schablone ist wahlweise mit oder ohne passendes Cuttermesser erhältlich, um sofort mit der Prüfung beginnen zu können.
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Sicherheitshinweis: Für die Anwendung wird das Tragen von schnittsicheren Schutzhandschuhen empfohlen; die Benutzung sollte durch qualifiziertes Personal erfolgen.
Zusammenfassung:
Mit der Gitterschnitt Schablone für Putzprüfung erhalten Sie ein robustes und praxisnahes Werkzeug für die Bauwerksdiagnostik. Sie ist essenziell, um das Risiko von Abplatzungen bei neuen Fassadenanstrichen zu minimieren, indem die Tragfähigkeit des Altputzes im Vorfeld zuverlässig dokumentiert wird. Ein Muss für jeden Profi im Bereich der energetischen Sanierung und Fassadengestaltung.
Die Untergrundprüfung von zu verputzenden oder auch von verputzten Altflächen stellt oft den Handwerker und auch den Sachverständigen vor ein Problem.
Man muss sich einen Eindruck verschaffen über eine Oberfläche, von der man zu Anfangs keinerlei Ahnung hat. Vor allem bei dünnschichtigen mehrmals gestrichenen Putzen können diese oberflächlich intakt aussehen, allerdings gerade bei kalkgebundenen Putzen kann der Bindemittelanteil über die Jahrzehnte stark gelitten haben - und so auch die Haftfähigkeit am Untergrund.
Über viele Jahre hinweg habe auch ich diese Prüfung immer wieder mit Schneiden und Kratzen mit den verschiedensten Werkzeugen durchgeführt. Cuttermesser, Kante der Spachtel oder eben mit dem Schlüssel der gerade vorhanden war….
Natürlich - das funktioniert….. aber das Problem ist, durch die Anwendung unterschiedlicher Werkzeuge und unterschiedlicher Schnittmuster war dieses Vorgehen für mich nicht vergleichbar - was wiederum dazu führte, dass ich mir bei vielen einzelne Flächen nicht immer wirklich sicher war, was mir das Prüfergebnis den nun sagen möchte.
Damit man sich schnell und vor allem nachvollziehbar einen Eindruck darüber machen kann, wie denn Festigkeit und Haftung der zu prüfenden Fläche beschaffen sind, kommt die Gitterschnittschablone im Abstand von 10 mm zum Einsatz. Hier wird genauso wie bei der Gitterschnittprüfung auf lackierten Flächen ein Gitter angelegt, in dem die Schablone um 90 Grad verdreht zum 2ten mal aufgelegt wird.
Mittels eines Cuttermesses wird nun sehr kräftig so fest als möglich der Schnitt im Kreuzverband ausgeführt. Je nach Beschaffenheit des Untergrundes und nach Haftung der Schichten untereinander kann so eine Bestimmung der Untergrundbeschaffenheit durchgeführt werden.
Dieses Verfahren kann bei der Prüfung von Oberflächen - also Haftung von Anstrichen, sowie bei der Prüfung von dünnschichtigen Putzen verwendet werden.
Weiterhin befinden sich auf der Prüfschablone eine Risseinteilung zur Vermessung von Rissbreiten, sowie ein Maßstab in cm
Das Prüfverfahren mit dem 10 mm Gitterschnitt wurde durch die ÖAP (Österreichische Arbeitsgemeinschaft Putz) innerhalb der Ö Norm als Prüfverfahren mit aufgenommen.
Egal ob dieses Prüfverfahren in anderen Ländern normativ geregelt ist steht fest, dass alleine durch die Anwendung einer nachvollziehbaren Prüfmetode Sie als Handwerker oder Sachverständiger eine deutlich bessere, und vor allem eine vergleichbare Erkenntnisquelle für die Beurteilung von Untergründen haben.